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Kolpings-Bildungswerk in der Au

Auch das Kolpings-Bildungswerk hat eine lange Tradition in unserer Au. Aber was ist das Kolping-Bildungswerk eigentlich?

Adolph Kolping prägte die erste Phase des Kolpingwerkes: die Zeit von der Gründung des ersten Gesellenvereins in Elberfeld 1846 bis zu seinem Tode am 4.12.1865. In diesen wenigen Jahren entstanden mehr als 400 Gesellenvereine sowohl in Deutschland als auch in zahlreichen europäischen Ländern und in Nordamerika. Die rasche Ausbreitung des Katholischen Gesellenvereins zeigt, dass Kolpings Idee auf fruchtbaren Boden fiel. Denn er traf die spezifischen Bedürfnisse der jungen Gesellen nach allgemeiner, fachlicher und religiöser Bildung. Überdies boten die Gesellenheime vielen jungen wandernden Handwerkern eine familiäre Gemeinschaft und Heimstätte.

Die Mitgliedschaft im Gesellenverein war ausschließlich auf ledige männliche Handwerksgesellen beschränkt. Verheiratete oder Selbständige konnten kein Mitglied sein. Fabrikarbeitern, die ein Handwerk erlernt hatten, stand der Eintritt offen. Wer Mitglied werden wollte, musste sich einer mindestens halbjährigen Probezeit unterziehen. Auch danach wurde auf regelmäßige Teilnahme am Vereinsleben geachtet. Die Mitglieder erhielten von Anfang an das Recht zur Wahl der Leitungskräfte. Als Mitgliedsausweis diente das sogenannte Wanderbuch. So konnten die wandernden Gesellen am Vereinsleben anderenorts teilnehmen. Eine Wanderordnung regelte die mit der Wanderschaft zusammenhängenden Fragen.

Kolping erwarb im Jahre 1852 für den Kölner Gesellenverein das erste Gesellenhaus. Andere Gesellenvereine sollten dem Kölner Vorbild folgen und nach Möglichkeit ebenfalls eigene Häuser anschaffen. Dies sollte nicht nur den wandernden Gesellen als Heimat dienen, sondern zugleich das Zentrum des Vereinslebens bilden. Trotz aller lokalen Unterschiedlichkeiten ähnelte sich das Vereinsleben vor Ort. Überall standen bei der Bildungsarbeit sowohl allgemeinbildende und berufsbezogene Themen wie auch die religiöse Bildung im Vordergrund. Ferner gab es Fachangebote für bestimmte Berufsgruppen. Trotz allem Ernst wurde Geselligkeit großgeschrieben. Als Freizeitaktivitäten dienten beispielsweise Theateraufführungen, Gesang und das Lesen von Büchern und Zeitschriften.

Im Laufe der Verbandsgeschichte haben sich natürlich wichtige Veränderungen in der Verbandsarbeit ergeben.

Heute sind die wichtigsten Aufgaben und Ziele des Verbandes

  • Seine Mitglieder zu befähigen, sich als Christen in der Welt und damit in Ehe, Familie, Arbeitswelt, Freizeit, Kirche, Gesellschaft und Staat zu bewähren,
  • Seinen Mitgliedern, aber auch interessierten Nichtmitgliedern Lebenshilfen anzubieten,
  • Durch die Aktivitäten seiner Mitglieder auf der Grundlage der Katholischen Soziallehre/ Christlichen Gesellschaftslehre das Gemeinwohl zu fördern und an der ständigen Erneuerung von Kirche und Gesellschaft mitzuwirken.

Die Schwerpunkte des Handelns sind dabei

  • die Arbeit mit jungen Menschen und für junge Menschen
  • das Engagement in der Arbeitswelt
  • die Arbeit mit und für Familien
  • und der Einsatz für die Eine Welt

Zwei Einrichtungen des jetzigen Kolping-Bildungswerkes sind auch in unserer Au zu finden, nämlich das

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