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Berühmte Auer

In unserer Au wohnen und wohnten einige Mitbürger, die auch über die Grenzen unseres Stadtviertels hinaus bekannt sind, oder Besonderes für unsere Au geleistet haben.

Der wohl berühmteste Auer dürfte Karl Valentin sein. Seine Lebensgeschichte wird mehrfach im Internet geschildert und wir verweisen in unseren Themen-Links, am Ende dieser Seite, auf einige dieser Stellen. Zugleich unterliegt aber eine Vielzahl der Informationen über ihn dem Urheberrecht*) und die Gefahr bei Veröffentlichungen abgemaht zu werden, ist groß. Nachdem wir uns das nicht leisten können, haben wir hier bewusst auf seine Geschichte verzichtet. Die Grußworte unseres Oberbürgermeisters Christian Ude, zu den Feierlichkeiten anläßlich des 125. Geburtstags von Karl Valentin, wollen wir Ihnen aber nicht vorenthalten und veröffentlichen sie im Anschluss.

Wir können aber noch mit einigen Persönlichkeiten aufwarten, deren Geschichte zu lesen es sicher Wert sein dürfte. Wählen Sie also aus.

Christian UDE

München, den 04.06.2007

Grußwort des Oberbürgermeisters Christian Ude zu den Feierlichkeiten anläßlich des 125. Geburtstags von Karl Valentin

„Bekannt ist er fast allen Münchnern, den großen und kleinen, fast alle lachen über ihn und alle haben ihn gern”, sagte Liesl Karlstadt über den „Münchner Original Komiker” Karl Valentin, der am 4. Juni 1882 in der Vorstadt Au zur Welt kam. Man lachte über ihn und verehrte ihn: Kurt Tucholsky war beeindruckt von seiner „seltsamsten Komik”, einem „Höllentanz der Vernunft um beide Pole des Irrsinns”, Max Halbe rühmte den „tiefgründigen Widersinn seines Humors”, Brecht verglich ihn mit Charlie Chaplin, Thomas Mann sammelte seine Schallplatten, Theatercäsaren wie Otto Falckenberg und Max Reinhardt bemühten sich um ihn. Zu seinem Lebensende war er fast vergessen, starb verarmt im Jahr 1948.

Heute werden, mehr denn je, seine Lieder,Texte und Stücke von einer „unzählig-köpfigen Menge” weltweit gehört, gelesen und gesehen und haben im Lauf eines knappen Jahrhunderts nichts von ihrer zwerchfellerschütternden Abgründigkeit verloren. Und heute mehr denn je würdigt man Valentins künstlerische Eigenart und Bedeutung, seine Anbindung an die Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts, seinen Einfluss auf das moderne Theater und den Film. Er war Schauspieler und Autor, Volkssänger und Filmemacher, Improvisator und Sammler monacensischer Raritäten; er war ein begnadeter Sprachvirtuose, Dadaist, „Wortzerklauberer”- kurz: er war und ist ein unvergleichlicher Münchner Künstler von Weltrang, der sich jeder Einordnung entzieht.

Zu Karl Valentins 125. Geburtstag haben sich mehrere Münchner Institutionen zusammengeschlossen, um den in jeder Hinsicht großen Münchner („glücklicherweise hat er eine unglückliche Figur, dünn und lang”, so seine kongeniale Partnerin) zu feiern und zu ehren. Karl Valentin bringt seinen Schirm zum Reparieren. „Wann wird der Schirm fertig?” fragt er. - „Ja, das kommt halt darauf an, wann Sie den Schirm brauchen”, meint die Inhaberin. - „Ja, das kommt halt darauf an, wann es regnet”, erwidert Valentin. Regen oder nicht: Ich habe die Schirmherrschaft für dieses Jubiläumsprogramm übernommen. Allen Beteiligten und Besuchern wünsche ich Erheiterung und Erkenntnis und nicht zuletzt - mit den Worten unseres verehrten Jubilars - „dass es schön ist und dass es vielleicht schön bleibt, mir ist ja doch auch das schöne Wetter lieber als so ein verdammtes hundsgemeines Sauwetter” …

*) Anmerkung: Das gesetzliche Urheberrecht besteht für eine Zeitdauer von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers. Da Karl Valentin im Jahr 1948 gestorben ist, dauert der Urheberrechtsschutz somit noch bis zum Jahre 2018.

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