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BayernSPD Landtagsfraktion

Weg mit den sozialen Barrieren
beim Hochschulzugang in Bayern!

Petition an den Bayerischen Landtag

In Deutschland entscheiden immer noch die soziale Herkunft und der Geldbeutel der Eltern darüber, wer ein Hochschulstudium aufnimmt. Studienbeiträge erhöhen die ohnehin schon bestehenden sozialen Barrieren im Bildungssystem. Wer sein Studium nicht mit Nebenjobs, BaföG oder elterlicher Unterstützung bestreiten kann, der verzichtet oft ganz auf ein Studium.

Es sind vor allem Kinder aus Familien mit geringem Einkommen, die sich aus finanziellen Gründen gegen die Hochschule entscheiden. Geldknappheit ist ein häufiger Grund für einen Studienabbruch.

Bildungschancen sind Lebenschancen, erst recht in einer Arbeitswelt, die auf immer bessere Ausbildungen und höhere Qualifikationen angewiesen ist.

Deshalb fordert nicht nur die Wirtschaft, dass die Akademikerzahl ansteigt. Ziel der bayerischen Hochschulpolitik muss sein, jungen Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen.

Die Unterzeichner der Pedition fordern den Bayerischen Landtag auf, die Studienbeiträge für ein Hochschulstudium abzuschaffen. Die Finanzierung von Hochschulen und die Vermittlung von Bildung und Wissenschaft an Schulen und Hochschulen sind Aufgaben des Staates.

Der Freistaat Bayern darf sich nicht länger aus seiner Verantwortung stehlen, die Hochschulen im Land angemessen auszustatten und die finanziellen Voraussetzungen für eine gute Lehre zu schaffen.

***

Die SPD-Landtagsfraktion wird die Petitionen im Februar 2012
dem Landtag vorlegen.

Zur Internetseite von "Studiengebühren - Nein Danke!"
Ernst Dieter ROSSMANN

Studiengebühren sind abgewählt

Anlässlich der Berichterstattung zur Wirkung von Studiengebühren erklärt der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Ernst Dieter Rossmann:

Seit über einem Jahrzehnt streitet die Bildungspolitik um das Für und Wider von Studiengebühren. Die letzten Verfechter in CDU/CSU oder FDP verdecken hinter dem Gerede von der Qualität der Lehre ihr wahres Motiv, nämlich an der Bildung zu sparen. Den Ländern fehlt längst das notwendige Geld für die Hochschulen und die Schuldenbremse wird die Lage weiter verschlechtern.

Die Familien nun stärker heranzuziehen, um über Gebühren die Finanzierungslücken zu schließen, ist unsozial. Sie können das Geld gar nicht ersetzen, das die bayerische Landesregierung etwa in der maroden Landesbank versenkt hat. Bisher ist ein positiver Zusammenhang von Studiengebühren und Lehrqualität reines Wunschdenken. Die Bürgerinnen und Bürger haben das längst durchschaut und in Hamburg, im Saarland, in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg Studiengebühren abgewählt.

Richtig bleibt, dass Deutschland mehr Geld in Bildung und Wissenschaft investieren muss als bisher. Dazu müssen in die Verfassung mehr Spielräume für Bund und Länder hineingeschrieben werden, um für gute Hochschulen und starke Schulen besser zusammenarbeiten zu können.

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