EU-Weltraumstrategie verabschiedet
Am Donnerstag hat das Europäische Parlament in Straßburg mit großer Mehrheit einen Initiativbericht über die Weltraumstrategie der EU zum Nutzen der Bürger angenommen.
Seit dem Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon fällt auch der Bereich Raumfahrt in die Zuständigkeit der Europäischen Union. Für den SPD-Europaabgeordneten Norbert Glante bedeutet dies, dass diese Zuständigkeit mit Leben gefüllt werden muss und angeschobene Projekte wie das europäische Satellitennavigationssystem Galileo oder das Globale Erdbeobachtungssystem GMES in Zukunft begleitet und angemessen finanziell unterstützt werden müssen. "Für uns ist es nicht akzeptabel, dass die EU-Kommission für GMES in der kommenden finanziellen Vorausschau keine EU-Haushaltsmittel vorsieht, nachdem Millionen Euro in den Aufbau geflossen sind."
GMES ist bereits teilweise in Betrieb und hatte beim Erdbeben 2010 in Haiti Geo-Daten geliefert. Mit diesen Daten konnten in kürzester Zeit präzise Landkarten erstellt werden, die den Rettungskräften einen gezielten Einsatz ermöglichten. "Damit konnten Leben gerettet werden – den Nutzen für die Menschen wird niemand bestreiten können", so Norbert Glante.
Weiterhin setzte sich der für die Sozialdemokraten federführend verantwortliche Europaabgeordnete in dem Bericht dafür ein, dass die politische Steuerung in der europäischen Raumfahrtpolitik verbessert und eine klare Aufgabenteilung zwischen den Beteiligten erreicht wird. "Wir wollen, dass die Europäische Kommission ihre politische Führungsrolle wahrnimmt und Kontrollfunktionen ausübt, sich aber nicht in die Details der täglichen Arbeit verliert. Dazu hat sie gar nicht die Kapazitäten", erläuterte Norbert Glante.
Aber auch für die Erreichung der Ziele der Europa-2020-Strategie der Europäischen Union spielt die Raumfahrt eine große Rolle. "Die Weltraumbranche nutzt europäische Spitzentechnologie. Das schafft Arbeitsplätze und bringt Wertschöpfung in der EU. Hier müssen wir aufpassen, dass wir im internationalen Wettbewerb mithalten", so Norbert Glante abschließend.










