
Münchner Bürgerprotest erfolgreich – Neonazis müssen Kundgebung abbrechen
Münchner Bürgerprotest erfolgreich – Neonazis müssen Kundgebung abbrechen
Am 21. Januar wollten Neonazis vom „Freien Netz Süd“ durch die Innenstadt Münchens marschieren und ihre Abschlusskundgebung in der Nähe des Jugendtreffs ‚Kafe Marat’ abhalten. Soweit ist es dank eines engagierten Bürgerprotestes nicht gekommen. Mehrere hundert Menschen entlang der geplanten Route der Nazi-Demo zeigten mit anhaltenden Pfeifkonzerten und hochgehaltenen Protestschildern wie „München ist bunt!“, dass kein Platz für Nazis auf Münchner Straßen ist. Letztendlich mussten die Neonazis in der Lindwurmstraße ihre Kundgebung abbrechen.
Der Protest konnte vor allem dank einer schnellen und erfolgreichen Mobilisierung verschiedener demokratischer Organisationen und Parteien wie SPD und GRÜNE gelingen.
Micky Wenngatz, Sprecherin der Münchner SPD gegen Rechtsextremismus: „Die Bekämpfung rechtsextremistischer Umtriebe ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Daher war es für die Münchner Sozialdemokraten selbstverständlich, zum friedlichen Protest gegen die von verurteilten Rechtsextremisten angemeldete Demonstration aufzurufen und natürlich auch teilzunehmen, so wie der Münchner SPD-Vorsitzende Hans-Ulrich Pfaffmann, der Juso- Vorsitzende, weitere Mandatsträger und Parteifunktionäre und viele engagierte Mitglieder.“
Das Ziel der Neonazi-Demonstration, der Jugendtreff ‚Kafe Marat’, war in der Vergangenheit immer wieder Ziel rechtsextremer Verunglimpfungen und Anschläge. Erst in der letzten Woche waren die Wände mit roter Farbe beschmiert worden.
Hans-Ulrich Pfaffmann, Vorsitzender der Münchner SPD: „Wir verurteilen diese Angriffe auf das ‚Kafe Marat’. Solche Aktionen haben in München keinen Platz, zumal dieser alternative Jugendtreff einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus leistet!“











