
Münchner SPD erklärt Solidarität mit den Mitarbeitern und dem Betriebsrat von Nokia Siemens Networks
Die drohende Schließung des Münchner Standortes von Nokia Siemens Networks (NSN) in München Giesing und die damit verbundenen Auswirkungen auf die 3600 Mitarbeiter wollen die IG Metall und der Betriebsrat von NSN nicht kampflos hinnehmen.
Die Münchner SPD, so ihr Vorsitzender Hans-Ulrich Pfaffmann, wird diesen Kampf für die Rechte der Arbeitnehmer rückhaltlos unterstützen. Die Gewerkschaft und der Betriebsrat fordern einen Tarifvertrag zur Zukunftssicherung, um möglichst viele Arbeitsplätze bei NSN zu erhalten, sozialverträgliche Lösungen für wegfallende Arbeitsplätze zu finden und die Schließung des Münchner Werkes doch noch abzuwenden. Vor allem fordern sie Siemens auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und Geld, Perspektiven und Managementressourcen für NSN zur Verfügung zu stellen. Hans-Ulrich Pfaffmann: „Die Münchner Sozialdemokraten schließen sich diesen Forderungen an und werden alle Aktionen solidarisch begleiten!“
So hat der Münchner SPD-Vorsitzende für den kommenden Dienstag einen Solidaritätsbesuch beim Betriebsrat von NSN vereinbart. Bereits am Freitag wird außerdem der OB-Spitzenkandidat der Münchner SPD, Dieter Reiter, den NSN-Betriebsrat besuchen und sich ebenfalls am Dienstag kommender Woche mit dem NSN-Geschäftsleiter Hermann Rodler zu einem Gespräch treffen.
Hans-Ulrich Pfaffmann appelliert insbesondere auch an den Vorstandsvorsitzenden des Siemens-Mutterkonzerns, Peter Löscher, das Tochterunternehmen und seine Belegschaft nicht im Stich zu lassen und alles Notwendige zu unternehmen, die Arbeitsplätze in München zu erhalten: „Gemeinsam mit dem NSN-Betriebsratsvorsitzenden Horst Schön und dem Unternehmensbeauftragten der IG Metall für NSN, Michael Leppek, wird die Münchner SPD alles dafür tun, die Rechte der Mitarbeiter gegenüber dem Konzern einzufordern und zu stärken!“
SPD fordert Staatsregierung zum Handeln auf
28.02.2012 - Der wirtschaftspolitische Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion, Dr. Thomas Beyer, fordert die Unterstützung der Landesregierung im Kampf der Nokia Siemes Networks-Mitarbeiter um deren Jobs. "Die Vertreterinnen und Vertreter der Belegschaft zeigten sich enttäuscht darüber, dass seitens der Bayerischen Staatsregierung ein ernsthafter Einsatz zum Erhalt ihrer Arbeitsplätze bislang nicht zu erfolgen scheint", so Beyer.
Die Nokia Siemens Networks AG plant am Standort München den Abbau von über 3600 qualifizierten Arbeitsplätzen. 2000 Beschäftigte sollen ihre Arbeit ganz verlieren. Für weitere über 1600 Beschäftigte soll ein Umzug an die Standorte Ulm, Bonn, Berlin oder Düsseldorf erfolgen.
In einem Dringlichkeitsantrag fordert der SPD-Wirtschaftsexperte nun die Staatsregierung auf, bei der Konzernleitung der Siemens AG darauf zu drängen, dass die Erwartung der NSN-Beschäftigten in München auf direkte Gespräche mit der Siemens AG-Leitung direkt erfüllt werden und dass die Siemens AG ihre Verantwortung als zu 50 Prozent-Beteiligte verdeutlicht. Außerdem soll bei der Siemens AG darauf hingewirkt werden, dass die Vorschläge des Betriebsrates der NSN für einen Zukunftssicherungstarifvertrag aufgegriffen werden. "Es ist wichtig, dass Seehofer und Zeil nun den längst fälligen Dialog zwischen Belegschaft und Siemens-Konzernspitze anleiten", so Beyer.
Mit einer Solidaritätsadresse hatte die BayernSPD-Landtagsfraktion unter dem Vorsitzenden Markus Rinderspacher zuvor bereits die Verbundenheit mit den Mitarbeitern des Konzerns bekundet.
Münchner Standort von Nokia Siemens Networks wird nicht geschlossen – SPD: Die Proteste der Arbeitnehmer hatten Erfolg!
25.03.2012 - Mit großer Freude hat der Münchner SPD-Vorsitzende Hans-Ulrich Pfaffmann die Nachricht vom Erhalt des NSN-Standortes in München aufgenommen:
„Die Proteste der Arbeitnehmer, des Betriebsrates von NSN und der IG Metall München waren erfolgreich. Und wir Münchner Sozialdemokraten freuen uns, dass wir unseren Teil zu diesem großen Erfolg beitragen konnten!“
Der Münchner SPD-Vorsitzende hat selbst an Protestaktionen am Standort teilgenommen und sich immer wieder eindringlich für den Erhalt der Arbeitsplätze in München ausgesprochen.
Auch der OB-Kandidat der Münchner Sozialdemokraten und Wirtschaftsreferent der Landeshauptstadt, Dieter Reiter, hat sich mit einem persönlichen Besuch bei der Siemens-Geschäftsleitung ebenso engagiert für den Standort-Erhalt eingesetzt wie der Münchner Landtagsabgeordnete und SPD-Vizepräsident des Landtages, Franz Maget.

Dieter Reiter:
„Trotzdem ist es natürlich bedauerlich, dass nur 2000 der 3600 Arbeitnehmer weiter beschäftigt werden können und dass bisher nur eine 3-Jahres-Garantie für den Standort abgegeben wurde. Wir werden deshalb gemeinsam mit der Gewerkschaft IG Metall und dem NSN-Betriebsrat weiter darum kämpfen, dass für die auszustellenden 1600 Angestellten eine sozial verträgliche Lösung gefunden wird und dass die Mitarbeiter der Münchner Niederlassung von NSN auch langfristig eine Perspektive haben!“